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"Ein anderes Leben" - Caroline Peters

Am 20. Mai war die Schauspielerin Caroline Peters zu Gast in der "ARGEkultur" in Salzburg, um ihr Romandebüt "Ein anderes Leben" vorzustellen.

Im Mittelpunkt des Buches steht die Protagonistin Hanna, angelehnt an Peters eigene Mutter, die hier in all ihrer Ambivalenz portraitiert wird - teils berührend, teils mit Ironie und Witz, alles in allem eine Erzählung in Ich-Form. Es werden viele Mutter-Tochter Themen angesprochen, die auch andeuten, dass viele Entscheidungen der Erzählerin etwas mit dem Frauenbild zu tun haben, das durch die Mutter geprägt wurde. Diese hat einen Doktor in Literatur gemacht, was für Frauen in den 1970er Jahren nicht üblich war. Mit Erlaubnis ihres Mannes durfte sdie Mutter in der Universitätsbibliothek arbeiten. Die Erzälung zeigt eine Frau, die sich aus Konventionen zu befreien versucht und oft den unangepassten Weg geht, den die Erzählerin erst am Schluss des Romans zu verstehen beginnt.

Vieles im Roman von Caroline Peters ist autobiografisch, manches erfunden. Die einzelnen Szenen sprechen eine warmherzige, witzige und intelligente Sprache und man bekommt einen vielschichtigen Einblick auf die Generation der Nachkriegszeit.

 

Klappentext

Wer war Hanna? Diese Frau, die so oft aus der Rolle fiel, die nacheinander ihre drei Studienfreunde heiratete und drei Töchter bekam, immer mit Gedichten im Kopf, über die sie den Alltag vergaß, die ihren Platz suchte zwischen den Erwartungen der Familie an sie und den eigenen Ansprüchen - und nur selten für sich sein konnte. Viele Jahre nach Hannas Tod blickt die jüngste Tochter zurück auf das Leben ihrer Mutter, auf die eigene Kindheit im Rheinland der Siebziger und Achtziger, in der Hanna dafür sorgt, dass die Tage immer etwas anders sind als üblich. Ein Leben zwischen Bürgerlichkeit und Boheme: mit Champagner und Puschkin am Sonntagmorgen im Bett, Besuche nach der Schule in der Institutsbibliothek, wo die Mutter arbeitet und mit verschüchterten Studenten flirtet, Pokern unterm Weihnachtsbaum, abenteuerliche Fahrten in der Ente - bis sich Hanna entscheidet, die Familie zu verlassen und ihr Leben allein von vorn zu beginnen. Caroline Peters erzählt von den Fragen einer Tochter an die verstorbene Mutter und an sich selbst - und davon, was es heißt, eigene Wege zu gehen.

 

ISBN: 978-3-7371-0165-3

Rowohlt Berlin

erschienen am: 15.10.2024